Wie E-Books Autoren stärken und Verlage schwächen

erstellt am 06 April 2009 von Falko

Auf der re:publica’09 sprach Kommunikationswissenschaftler Joscha Bach von txtr über neue Geschäftsmodelle, die E-Books und E-Book-Reader mit sich bringen. Diese sind laut Bach gut für Autoren und schlecht für Verlage.

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So wird die Verlage eine Krise treffen, denn die Digitalisierung bringt eine neue Herstellung mit sich. Dieser folgen Raubkopien, auf welche die Verlage mit Kopierschutz reagieren. Die Digitalisierung erlaubt aber auch, dass jeder Autor seine Werke selbst vertreiben kann.

Indem die Margen für die Verlage und den Buchhandel wegfallen, können die Autoren an ihren Büchern mehr verdienen. So wären laut Bach durchaus 1,80 Euro drin, wenn ein E-Book 2,00 Euro kostet. Unbekannte Autoren hätten mittels raubkopierter Bücher eine Chance, (schneller) bekannt zu werden. Damit ein Autor aber nicht nur einmal 1,80 Euro verdient, und sein Buch danach durch’s Netz kursiert, schlägt Bach digitale Wasserzeichen vor. Mit diesem könnte Besitz markiert werden. Zudem würden Wasserzeichen Raubkopierer abhalten, die Bücher in Tauschbörsen zu verteilen bzw. könnten sie dort erkannt und gesperrt werden.

Bach appelliert an das “fair use”, bei welchem Nutzer und Autoren ihre Interessen gegeneinander abwägen. Auch die Frage des Weiterverkaufs muss noch geklärt werden. Noch befinden sich E-Books in der Experimentierphase, welche weitere Modelle hervorbringen kann. Bach nennt hier Abonnementgebühren für das Lesen eines Blogs auf dem Reader als Beispiel. In Japan soll ein ähnliches Modell existieren: nicht mit einem Blog, sondern mit einem Fortsetzungsroman.

<via golem.de>
[Bild: flickr.com]

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  1. eLeseratte (eLeseratte) Says:

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