Der Professor Jason Heikenfeld von der University of Cincinnati hat eine Technik vorgestellt, die den Kontrast zwischen Hinter- und Vordergrund von E-Paper deutlich erhöht. Das Display von Prof. Heikenberg reflektiert 55 Prozent des darauf fallenden Lichts, bei der E-Ink-Technologie sind es lediglich 35 bis 40 Prozent.

Gemäß Heikenberg könnte das neue Display damit fast genauso hell sein wie weißes Papier. Zudem habe es eine höhere Aktualisierungsrate als E-Ink, die ausreicht, um auch Videos abspielen zu können. Das Papier setzt sich aus hexadezimalen Pixeln zusammen, von denen jedes ein Reservoir mit schwarzer Carbontinte im Inneren hat. Diese Tinte wird freigesetzt, sobald eine Spannung anliegt. Die Größe der Pixel beträgt 100 Micrometer, womit das Display auf eine Auflösung von 300 dpi (dots per inch) kommt. Würde man über jedes Pixel einen roten, grünen und blauen Farbfilter legen, wäre man in der Lage, Farbdisplays zu produzieren. Ein Video zeigt anschaulich, wie die neue Technologie funktioniert.
Produziert werden sollen die neuen Display durch das Startup Gamma Dynamics. Als Partner stehen Gamma Dynamics das niederländische Unternehmen Polymer Vision aus Eindhoven, ein Hersteller flexibler Pocket-E-Reader, und der Pigment-Produzent Sun Chemical aus Cincinnati zur Seite. “Die neue Technologie hat durch ihren hohen Reflektionsgrad, die hohe Aktualisierungsrate und ihre minimale Höhe das Potential, jedes andere elektronische Papier zu schlagen”, meint Edzer Huitemer, Cheftechnologe bei Polymer Vision.
<via teleread.com und technologyreview.com>
[Bild: Gamma Dynamics]

