Die Bildungsverantwortlichen im US-Staat West Virginia haben beschlossen, ihre Richtlinien bezüglich der Lehrbücher zu ändern. Damit wird es leichter, bildungsfreundliche E-Books statt schwerer Papierschwarten zu verwenden.

West Virginias SchülerInnen sollen vermehrt interaktiv lernen
Mit der Änderung der Richtlinie, an der Pädagogen aus dem ganzen Staat mitwirkten, sprachen sich zudem viele Abgeordnete dafür aus, zukünftig vielen der bisherigen Lehrbücher interaktive Inhalte zur Seite zu stellen. Die Änderungen soll noch in dieser Woche geprüft werden und ggf. 2012 greifen. Die Änderungen haben das Ziel, West Virginia für die Anbieter digitaler Inhalte zu öffnen, so Alma Simpson, Koordinatorin für Lehrmaterial im Bildungsministerium. Gemäß Simpson ändert sich für die Lehrbuchverlage nicht viel, da sie ohnehin Online-Versionen ihrer Produkte anböten.
Steve Paine, Superintendent der staatlichen Schulen, ließ kürzlich verlauten, das traditionelle Lehrbücher durch digitale Lehrmaterialien ersetzt werden könnten. Dieses könnte von Bildungsministerium, Firmen und einem Wikipedia-ähnlichen Portal kommen, welches in den nächsten fünf Jahren starten soll. Die Inhalte könnten von den SchülerInnen auf Laptops oder E-Book-Readern konsumiert werden.
West Virginia ist einer von 22 US-Staaten, in welchen das Bildungsministerium die Lehrbücher für die öffentlichen Schulen vorgibt. Momentan kosten die verwendeten Lehrbücher den Staat alle sechs Jahre 150 Mio. US-Dollar. Wird die Richtlinie beschlossen, wird der Staat fordern, dass jedes Lehrbuch über einen interaktiven Anteil verfügen muss. Dieser Anteil ist definiert als “Ressourcen, welche es den Anwendern ermöglichen, Inhalte zu wählen, zu kontrollieren, zu verändern und zu verteilen, um den Lernprozess zu verbessern.” West Virginia ist nach Kalifornien der zweite US-Staat, welcher verstärkt auf elektronische, interaktive Lehrmaterialien setzt.
<via http://www.dailymail.com/>
[Bild: © Steohanie Hofschlaeger / PIXELIO]

