Momentan schlägt ein Skandälchen Wellen. Amazon hat in dieser Woche heimlich still und leise ein paar E-Books von seinen Lesegeräten gelöscht, allesamt Titel von Orwell.

Als Grund gab der Buchhändler an, dass die Bücher, “Animal Farm” und “1984″, über einen Dritt-Anbieter ihren Weg in den Amazon-Katalog gefunden hatten, der allerdings nicht die nötigen Rechte hatte. Darüber informiert, schritt Amazon schwuppsdiwupps zur Tat, ließ die entsprechenden E-Books mittels “Whispernet” von den betroffenen Geräten verschwinden und den Kaufbetrag auf die Konten der KundInnen zurückfließen.
Dass Amazon ohne zu fragen auf die E-Book-Reader seiner KundInnen zugreifen und dann auch noch munter löschen kann, ist bedenklich. Andererseits haben sich aber alle KundInnen eines Kindle mit diesen Praktiken einverstanden erklärt, als sie Amazon gleichzeitig mit dem Kauf des Kindles entsprechende Rechte eingeräumt haben.
Termination. Your rights under this Agreement will automatically terminate without notice from Amazon if you fail to comply with any term of this Agreement. In case of such termination, you must cease all use of the Software and Amazon may immediately revoke your access to the Service or to Digital Content without notice to you and without refund of any fees. Amazon’s failure to insist upon or enforce your strict compliance with this Agreement will not constitute a waiver of any of its rights.
Also, Kindle-KundInnen, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, darum Schnauze halten und nicht rumflennen, seid selber Schuld. Mit einem anderen E-Book-Reader, egal ob von Sony, Foxit und wie sie alle heißen, wäre das nicht passiert.
[Bild: ShakataGaNai]

