Dual-Display-E-Book-Reader: Spring Design und B&N zanken sich weiter

erstellt am 05 November 2009 von Falko

Barnes & Noble (B&N) steht mit seinem E-Book-Reader Nook kurz vor dem Verkaufsstart, Spring Design hat mit dem Alex ein ähnliches Gerät in petto. und gegen B&N geklagt …

Alex und Nook

Alex und Nook

Kürzlich hat Spring Design jedoch gegen B&N Klage eingereicht, weil diese ihnen das E-Book-Reader-Design geklaut haben sollen. Spring Design hatte mit B&N geliebaugelt und eine Zusammenarbeit angestrebt. Im Rahmen dieser Bemühungen soll sich B&N in den Alex, nicht aber in Spring Design verguckt haben.

In der Tat ähneln sich beide Lesegeräte. Beide haben zwei Displays, eines davon ist farbig und wird gern befummelt, das andere ist ein E-Ink-Display, welches die Inhalte von e-Books anzeigt. Auch beim Betriebssystem gehen beide Geräte den gleichen Weg und setzen auf Googles Android und beide können Bücher per Wlan oder 3G laden.

Spring Design ist nun natürlich erbost. Hatte B&N doch die Stillschweigevereinbarung unterzeichnet, bevor es zum angenommenen Ideenklau kommen konnte. Infolgedessen fordert Spring Design nun, dass B&N keine Techniken mehr nutzen darf, die von Spring Design entwickelt wurden. Zudem soll B&N verboten werden, den E-Book-Reader Nook zu verkaufen und Schadensersatz, der in den USA eigentlich immer üppig ausfällt, möchte Spring Design von der Buchhandelskette auch noch sehen.

Was uns jetzt natürlich alle brennend interessiert ist, wieviele der Vorwürfe stimmen und welche Techniken genau B&N denn nun geklaut haben soll. Android wird auf vielen Geräten eingesetzt, ein berührungsempfindliches Display zur Navigation wäre oberhalb und seitlich des Lesedisplays beschissen platziert und Unterschiede gibt es ja auch noch reichlich: Mit dem Alex können KundInnen auch surfen, mit dem Nook nicht, der Alex ist größer als der Nook, der Nook ist grauer als der Alex und im Inneren der Geräte sieht wahrscheinlich auch nicht unbedingt identisch aus. Der Alex dürfte mit Marvells Armada 166 deutlich mehr Leistungsreserven haben, soll man mit ihm doch auch im WWW surfen und Videos abspielen können.

Sodann warten wir ab, ob und wann die harten Fakten bekannt werden oder ob Spring Design nur ein bisschen die Marketingtrommel für den eigenen Reader bemühen wollte – und natürlich, wer der lachende Dritte sein wird …

<via golem.de, engadget.com & lesen.net/>

1 Kommentare für diesen Beitrag

  1. eLeseratte (eLeseratte) Says:

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2 Trackbacks für diesen Beitrag

  1. Spring Design mit einstweiliger Verfügung gegen Barnes & Noble gescheitert | e-Leseratte Says:

    [...] Streit von Spring Design und Barnes & Noble (B&N) bezüglich des E-Book-Readers Nook zieht sich [...]

  2. Amazon patentiert E-Book-Reader mit Dual-Display | e-Leseratte Says:

    [...] eingereicht, so dass es für sie nicht lustig wird. B&N befindet sich momentan schon in einem Rechtsstreit um den Nook, denn Spring Design wirft dem weltgrößten Buchhändler vor, das Design des [...]

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