Die Auslieferung des an etlichen Stellen gehypten Txtr-Readers wird sich noch etwas verzögern. Wer bereits ein Gerät per Vorbestellung geordert hat, wird sich also noch gedulden müssen. Entweder hinsetzen und Däumchen drehen, ein Papierbuch lesen, die iPhone-App installieren oder die Vorbestellung stornieren und ein Gerät kaufen, das auch erhältlich ist.
Der E-Book-Reader Txtr war im letzten Jahr schon als Prototyp auf der Cebit, sollte dann zur Frankfurter Buchmesse in den Handel kommen, danach in abgespeckter Version zu Weihnachten erhältlich sein. Aber, der mitunter als Kindle (je nach Gewaltneigung des Berichtenden auch Kindlekiller) aus Berlin benannte E-Book-Reader kommt nicht in die Puschen. Winterschlaf, “ich dreh mich noch mal um”.
Auf ihrem Blog heißt es: “Serienproduktion mit Schwierigkeiten”, na kann vorkommen, aber sollte nicht. “Durch den Einsatz anderer Maschinen und Änderungen des Produktionsprozesses enstanden inakzeptabel hohe Ausschussquoten.” Never change a running system, gell? “Vor allem beim Verlöten des größten Bauteils, der Mobilfunkkomponente, gab es regelmäßig Probleme, die manuelle Nacharbeit verlangen.” Uhaa, was sag ich immer? Kein Mensch braucht so einen Mist, Mobilfunkkomponente im e-Book-Reader, macht nur Probleme. Wann lesen die Menschen, wenn sie unterwegs ständig nach Büchern kramen, weil sie denken, sie finden in der Bewegung vielleicht etwas besseres? Funkloch, mööp. Produkt fehlerhaft, mööp. Aber:
Wir arbeiten mit Hochdruck an der Lösung der Probleme. Mit den Ergebnissen sind wir aber bisher alles andere als zufrieden. Leider haben wir einen klassichen “Anfänger-Fehler” gemacht, indem wir offiziell einen Veröffentlichungstermin bekannt gegeben haben. Gerade im momentan stark umkämpften Markt von eBook-Readern ist ein solches Prozedere fast obligatorisch. Wie wir jetzt wissen: Die Serienproduktion sollte erst einmal glatt laufen, dann kann man langsam über einen Releasetermin nachdenken.
Auch wenn wir das schon häufiger als Entschuldigung vorgebracht haben: Wir sind ein kleines, junges Start-up und wir haben mögliche Chaosszenarios einfach unterschätzt. Es klappt eben nicht immer einfach nur mit guten Willen und viel Arbeit, gerade wenn Dritte – wie der Supplier in China – aufs Parkett treten, hat man nicht mehr alles in der eigenen Hand.
Sie arbeiten an der Lösung, lernen aus ihren Fehlern und holen sich anscheinend auch erfahrene Leute ins Boot. Und entschuldigen sich noch mal. Aber mir soll es egal sein. Ich möchte eh keinen E-Book-Reader mit Mobilfunkanbindung.
<via blog.txtr.com>


Januar 15th, 2010 at 10:44
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Just posted: “Hallo, hier Txtr. Es wird etwas später | e-Leseratte”( [link to post] )
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