Der US-Verlag MacMillan hat mit “DynamicBooks” ein Autorentool für Lehrende vorgestellt, mit dem diese Online-Bücher gemäß eigener Bedürfnisse anpassen können sollen. Wie die New York Times berichtete, können einzelne Sätze, Absätze, Bilder und sogar ganze Kapitel hinzugefügt, gelöscht, verschoben und verändert werden.
DynamicBooks soll im August dieses Jahres mit 100 Titeln an den Start gehen. Die Bücher werden wesentlich preiswerter als gedruckte Werke und für Studierende über dynamicbooks.com und Buchhandlungen erhältlich sein. Wesentlich preiswerter heißt ca. ein Drittel dessen, was ein Papierbuch kostet. Der Verlag rechnet damit, dass die veränderten E-Books Teile des Handels mit gebrauchten Büchern übernehmen könnten. Bisher war es so, dass die von Studenten erworbenen Bücher nach Semesterende wieder verkauft wurden, bis teilweise nach mehreren Jahren eine neue Ausgabe auf den Markt kam. Die DynamicBooks sollen semester- und kursspezifisch sein, der niedrigere Preis soll sie für Studenten attraktiv machen, die gewöhnlich nach gebrauchten oder gar raubkopierten Büchern schauen. MacMillan bietet auch an, veränderte Bücher zu drucken, wenn KundInnen das wollen.
Die Idee ist ja ganz gut, aber mir ist in meiner kompletten Studienlaufbahn nicht ein Prof begegnet, der sich auf ein Lehrbuch, geschweige dann noch ein angepasstes, bezogen hat. Meiner Erfahrung nach werden pro Semester fünf bis sechs Bücher vorgeschlagen, obwohl niemend Zeit hat, auch nur eins davon zu lesen. Aber ok, andere Länder, andere Sitten.
<via buecher.at & nytimes.com>

