Kategorie | E-Books, Software

pdf2djvu 0.7 unterstützt paralleles Page-Rendering

erstellt am 09 März 2010 von Falko

pdf2djvu ist in den letzten Tagen in Version 0.7 erschienen. Die Software konvertiert pdf-Dokumente in das djvu-Format. Die unter der GPLv2 stehende Anwendung nutzt die Bibliothek DjVuLibre.

djvu ist ein offenes Dateiformat für Rastergrafiken, das seit 1996 von den AT&T Labs entwickelt wird. djvu wurde zum Speichern gescannter Dokumente entwickelt und verfügt über eine fünf bis zehn Mal bessere Kompressionsrate als jpg oder gif für farbige Dokumente. Schwarz-weiße Dokumente können mit djvu drei bis acht Mal so gut komprimiert werden wie vergleichbare Tiff-Dateien.


Die Umwandlung eines umfangreicheren pdf-Dokuments mit pdf2djvu ist ein quälend langsamer Prozess. BesitzerInnen moderner Hardware können sich freuen, dass die neue Version 0.7 der Konsolen-Anwendung paralleles Page-Rendering unterstützt, damit sollte das Spielchen um einiges schneller gehen.

pdf2djvu bei der Arbeit

pdf2djvu bei der Arbeit

Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen, unser zum Test herangezogenes Dokument, ein nicht näher benanntes Oreilly-Fachbuch mit ca. 3 MB Speicherverbrauch, belegte nach der Konvertierung nur noch 2 MB. Infolgedessen kann es auf einem E-Book-Reader schneller geladen und angezeigt werden. Das Dokument ließ sich anschließend nicht schlechter lesen als vorher, auch die im Pocketbook 301+ integrierte Wörtersuche funktionierte. Was sich für textlastige Bücher eignet, kann auch für reich bebilderte Vorlesungsfolien nicht schlecht sein, ich werde es innerhalb der nächsten Tage einmal ausprobieren.

djvu-Dateien belegen ca. 30 Prozent weniger Speicherplatz als pdf-Dokumente

djvu-Dateien belegen ca. 30 Prozent weniger Speicherplatz als pdf-Dokumente

pdf2djvu kann als Quelltext herunter geladen werden und anschließend mittels ./configure, make übersetzt werden. Für Debian gibt es bereits Binärpakete, AnwenderInnen rpm-basierter Linuxdistributionen können momentan nur mit älteren Paketen beglückt werden, so dass sich auch hier anbietet, die Anwendung aus den Quellen zu übersetzen. WindowsnutzerInnenn (gibt es die überhaupt noch?) sei empfohlen, auf ein Betriebssystem zu migrieren.

<via pdf2djvu>

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