Gut, dass der Spiegel mit dieser Meldung schon gestern herausrückte, denn übermorgen würde vielleicht so manchem iWurm ein Ei im Halse stecken bleiben: die schwächlich bestückte und überteuerte iMotze iPad soll die E-Book-Preise in die Höhe treiben.
Bisher beherrschte Amazon große Teile des E-Book-Marktes und konnte bis vor kurzem, zumindest im englischsprachigen Raum, Pauschalpreise festlegen, gegen die die Verlage, den Anfang machte Macmillan, in letzter Zeit immer öfter erfolgreich protestierten. Jetzt kommt Apple mit der iPad geschimpften iMotze, die sich auch bedingt zum Lesen elektronischer Bücher eignen soll, und im Gefolge krauchen auch schon die markenhörigen iWürmer mit, die bereit sind, für das miese Teil und die Zusatzangebote wie Apps&Co. fast jeden Preis zu zahlen. Da witterten einige Verlage Morgenluft und haben sich schwupps von Amazons Preisdiktat befreit.
Apple zeigte sich gegenüber den Preisvorstellungen der Verlage wohl aufgeschlossener als Amazon, nun muss Amazon nachziehen und auch höhere Preise verlangen. Diese könnten sich zukünftig mehr an den Preisen für Printprodukte orientieren, so dass die LeserInnen nicht mehr mit einem Zehner dabei sind, sondern drei bis fünf USD mehr hinblättern müssen. Vor allem Nischenbücher sollen wohl deutlich teurer werden.
In Deutschland können wir diese Entwicklung mit einem Schulterzucken quittieren, denn hierzulande fällt der Preisunterschied zur Printausabe ohnehin nur sehr gering aus, so dass E-Books durch andere Vorteile überzeugen müssen.
<via spiegel.de>

