Der Cybook Opus ist ein angenehmes Lesegerät, das Display ist unter allen möglichen Lichtbedingungen (S-Bahn bei Nacht, Kongresssäle, in direktem Sonnenlicht, diffuse Wohnzimmerbeleuchtung, diffuses Tageslicht) gut lesbar. Der Opus liegt gut in der Hand und blättert Seiten zügig um. Durch die in der Mitte angeordnete Navigationstaste lässt es sich mit der linken und rechten Hand gleichermaßen gut bedienen.
Innerhalb der Bücher ändert sich das Menu abhängig vom verwendetet E-Book-Format. Während sich bei “reinrassigen” E-Books Schriftgröße und -art ändern lassen, bietet der Opus für pdf-Dokumente nur eine Zoom-Funktion an. Letzteres erweist sich vor allem dann als hinderlich, wenn die pdf-Dateien großformatig gestaltet wurden. Ist alles erkennbar, ist es so klein, dass ein Lesen unmöglich ist, wurde gezoomt, ist das Lesen kein Vergnügen mehr, denn jetzt muss nicht nur nach unten, sondern auch seitlich navigiert werden.

Das übersichtliche Menu ist abhängig von den Formaten
Ist der Beschleunigungssensor aktiviert, sorgt er dafür, dass Inhalte automatisch ausgerichtet werden, sobald der E-Book-Reader gedreht wird. Ist der G-Sensor deaktiviert, lassen sich nur pdf-Dokumente manuell drehen, bei allen anderen E-Books wird diese Funktion im Menu unterschlagen.
Interessant sind die Möglichkeiten, den Reader auf zweierlei Arten in den Ruhezustand zu versetzen. Ein kurzer Druck auf den Power-Button schaltet den Opus in eine Art Suspend-Mode, aus dem er schnell wieder aufwacht, der aber langsam den Akku leerzieht. Wird das Gerät richtig ausgeschaltet (langes Drücken des Powerknopfs), muss der entsprechende Wunsch separat bestätigt werden und der Opus braucht bedeutend länger, wenn er reaktiviert wird. Wird der E-Book-Reader richtig ausgeschalten, startet er immer mit der Bibliothek, im Suspend-Modus befinden sich LeserInnen dagegen im zuletzt geöffneten Buch wieder.

Ein G-Sensor sorgt für automatische Ausrichtung des Inhalts, der Opus Color kann auch Bilder anzeigen
Werden Bücher geöffnet, die bereits gelesen wurden, schlägt der Opus die zuletzt gelesene Seite auf. In der Bedienungsanleitung ist davon die Rede, dass für einige Formate (genannt werden html und txt) Lesezeichen unterstützt werden sollen. Im Test sind mir diese nie jedoch nie begegnet, so dass ich davon ausgehe, dass sich LeserInnen selbst merken müssen, wo sich im Text interessante Abschnitte befinden, die sie später noch einmal lesen möchten.
<- Bookeen Cybook Opus im Alltagstest, Teil 1
-> Bookeen Cybook Opus Color im Test, Teil 3: Noch einige Kanten

