Archive | Gewinnspiel

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Gewinner des Frühlingsgewinnspiels stehen fest

Posted on 05 April 2011 by Falko

Die Gewinner des Frühlingsgewinnspiels stehen fest: Timo und Tom. Die Taschen sind bereits unterwegs. Weiterlesen …

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Stephan Brüggenthies: »Der geheimnisvolle Junge«

Posted on 28 März 2011 by Falko

Tom hat weitere Rezension für das Frühlingsgewinnspiel zugesandt. Diesmal ein E-Book neueren Datums. Weiterlesen …

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Rezension: Fjodor M. Dostojewski Schuld und Sühne

Posted on 06 März 2011 by Falko

Pünktlich zum Beginn der ist auch der erste Beitrag für das Frühlingsgewinnspiel eingegangen. Timo hat mit Dostojewskis Roman einen Klassiker rezensiert, der im Gutenberg-Projekt frei erhältlich ist:

Schon viel ist über Dostojewski geschrieben worden. Erinnern wir uns nur an die Studie des russischen Literaturwissenschaftlers Michail Bachtin Probleme der Poetik Dostojewskis (1963), in der die Romane Dostojewskis als Musterbeispiele der Polyphonie in ihrer dialogischen Struktur aufgezeigt wurden. Oder um es trockener mit Luhmanns Großtheorie des Sozialen zu formulieren, bilden die Romanfiguren beständig temporäre Interaktionssysteme aus, insofern die je eigenen Welten durch ihre Umwelten als auch die Umwelten durch die Idiosynkrasien der inneren Erlebniswelten irritiert werden. Formal erreicht Dostojewski dies insbesondere durch einen psychologischen Realismus, der die Leser an der Perspektivität der Figuren durch Techniken des stream of consciousness (und dies lange vor Schnitzler oder gar Joyce) teilhaben lässt, gleichwohl die Romane sich als Ganzes auktorial darstellen. Das ist zweifellos grandios gemacht.

Was hat uns aber ein Roman, der bereits 1866 erschien (und insofern im Internet frei erhältlich ist, z. B. beim Projekt Gutenberg), uns Gegenwärtige inhaltlich noch zu sagen? Wir brauchen dazu nur einmal die Zeitung aufzuschlagen und finden dort Nachrichten wie “Gestern Nacht haben drei Jugendliche einen Mann auf dem S-Bahnhof überfallen und bewusstlos geschlagen”. Auch wenn sich strukturell damit archaische Initationsriten im Wechselspiel von Tabu und Überschreitung in der Moderne wiederholen (vgl. dazu ethnologisch-anthropologische Studien beispielsweise von Turner, Douglas, Bataille), kann man sich doch fragen, ob dieses Verhalten “verwilderter Jungmänner” (um den schönen Terminus von Heinz Bude einzuflechten) doch Not tut und rechtsfreie Heterotopien dieser Art als Ausnahmezustände a  la Agamben gesamtgesellschaftlich gewünscht werden. Ich denke doch wohl nicht! Hatte nicht gerade Norbert Elias von abnehmenden Fremdzwängen und zunehmenden Selbstzwängen in der Moderne gesprochen und Michel Foucault von diskursiven Machtstrategien der Kontrolle in Dispositiven, die die Grenzen des Individuums und der der Institutionen überschreiten? Gleichwohl kann zu Recht wie Hans Peter Duerr in seinem fünfbändigen Werk vom Mythos des Zivilisationsprozesses angemerkt werden, dieses mustergültige Verhalten sei de facto nie eingehalten worden und der Mensch konnte schon immer schlecht seine “Wolfsnatur” (Hume: Homo homini lupus) verbergen. Andererseits fragt man sich, wie denn anders, wenn nicht schon unter Einsicht, dann unter einem Regelwerk der Gesetze eine “Gesellschaft der Individuen” (so ein Buchtitel von Elias) funktionieren sollte?

Genau hierzu trägt der Roman von Dostojewski Wesentliches zum Verständnis moderner Gesellschaften bei. Wir befinden uns anfangs noch in dem muffigen Studierzimmer Raskolnikows, der sich mit bis in die plattesten Niederungen eines sozialdarwinistischen, Nietzscheanischen Übermenschenwahns gedanklich herumschlägt, ob er denn ein “außergewöhnlicher” Mensch oder eine Laus wie fast alle anderen sei. Und gerade der Mord an einem “unnützen Menschen” soll dann diese Herrenmoral bestätigen. Und ist man denn endlich zur Entscheidung durchgedrungen, folgt flugs auch die Tat. Dostojewski erspart uns kein Detail des brutalen, äußerst realistisch dargestellten Axtmordes, als ob wir im Kino säßen und einen Slasher-Film ansähen. Und damit fängt nach hundert Seiten Präludium der Roman eigentlich erst an, und zwar mit dem nagenden Problem des Gewissens, sich zu solch einer bestialischen Tat auch in voller Überzeugung und ganzer Person zu bekennen, woran Raskolnikow anfangs sowohl physisch als auch psychisch scheitert. Man mag nun die Wendung ins Religiöse, wie sie durch die Prostituierte Sonja, einer Bekannten Raskolnikows, iniziiert wird, als nicht mehr zeitgemäß abtun. Auch erscheint das Verhalten des scharfsinnigen Untersuchungsbeamten Petrowitsch gegenüber Raskolnikow letztlich etwas zu gutmütig und großväterlich. Doch das mindert keineswegs die Qualität eines Romans, der sich mit solch grundsätzlichen Fragen wie dem Verhältnis des Verhaltens des Einzelnen zur gesamten Gesellschaft, also auch seinen Mitmenschen widmet und entscheidend Plädoyer für Verantwortung bezieht.

Aber dies ist natürlich nur der Hauptstrang des Romans. Dostojewski wäre nicht Dostojewski, wenn dieser wie eingangs angedeutet nicht durch Neben- und Nebenst-Handlungen aufgebrochen wäre und so ein multidimensionales und transparentes (aber hinsichtlich ihrer Komplexität wiederum opakes) Bild der Gesellschaft St. Petersburgs des 19. Jahrhunderts erzeugte.

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3-3-2-2-1 BA-Ende- & Frühlings-Gewinnspiel

Posted on 01 März 2011 by Falko

Neunzig Seiten und ein lauffähiger Prototyp in zehn Wochen – alles ohne bewusst getäuscht zu haben. Gestern habe ich meine Bachelorarbeit abgeliefert und bevor jetzt die nächste Runde beginnt, werde ich mich wieder den schönen Dingen widmen, dem Lesen. Weiterlesen …

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