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PB 611 Basic Frontseite

PocketBook 611 Basic im Test

In den letzten zwei Wochen war PocketBooks neues Einstiegsmodell, der E-Book-Reader PB 611 Basic, mein ständiger Begleiter. Der PB 611 Basic soll den preisgekrönten PB 301 ablösen.

PB 611 Basic Frontseite

PB 611 Basic Frontseite

Technische Daten

  PocketBook Basic 611
Display: 6″ E-Ink Vizplex, 166 dpi, 600×800 px, 16 Graustufen
Größe: 122,6 x 176,4 x 9,7 mm
Gewicht: 175 Gramm
Prozessor: 800 MHz
Interner Speicher: 2 GB
Ram: 128 MB
Wlan: ja, b/g/n
Bluetooth: nein
Anschlüsse: MicroUSB
Erweiterungskarten: MicroSD
Akku: Li-Polymer (1000 mAh), 7000 Seiten
OS: Linux 2.6
Formate E-Books: epub, pdf, fb2(.zip), txt, djvu, rtf, html, prc (mobi), chm, doc(x), tcr
Bildformate: jpg, bmp, png, tif
Audioformate: keine
Unterstützte Sprachen: Deutsch, Bulgarisch, Weißrussisch, Tschechisch, Estnisch, Englisch, Spanisch, Finnisch, Französisch, Hebräisch, Italienisch, Kasachisch, Lettisch, Litauisch, Niederländisch, Portugiesisch, Polniosch, Rumänisch, Russisch, Slowenisch, Ukrainisch und zwei, die ich nicht erraten konnte
verfügbare Farben: Schwarz, Weiß
Lieferumfang: Pocketbook 611, Micro-USB-Kabel, Quick Start Guide, Garantischein
Besonderheiten: anwenderspezifische Tastenbelegung, Benutzerprofile, Screenshots, Kalender, Notizbuch, Webbrowser, Spiele, Textsuche, Wörterbücher, Bookland
Preis: 119 Euro bis 129 Euro

Zubehör

In der Verpackung des PB 611 Basic finden sich neben dem E-Book-Reader lediglich ein USB-Kabel, dass genutzt wird, um das Gerät zu laden und Daten zu übertragen, eine Bedienungsanleitung und die Garantiekarte. Wer den PB immer dabei haben möchte, sollte sich auf jeden Fall eine Schutzhülle oder Etui besorgen, damit das E-Ink-Display in Jacken-, Mantel-, Hosen-, Notebook- und Handtaschen sowie Rucksäcken auch geschützt ist, wenn es einmal etwas ruppiger zugeht.

Verarbeitung

Wie von PocketBook gewohnt, macht der PB 611 einen sauber verarbeiteten Eindruck. Nichts knarzt und klappert. Für das Gehäuse setzt PB einen schwarzen Kunststoff ein, auf dem nur der Schriftzug farblich abhebt. Keine gefärbten Taster oder Wippschalter, die Metall vorgaukeln wo keines ist, deren Farbe mit der Zeit flöten geht und graue Plastikknöpfe zum Vorschein bringt. Das Gehäuse ist zudem noch matt und aufgeraut. Es liegt dementsprechend gut in der Hand und um mit sichtbaren Fingerabdrücken verunziert zu werden bedarf es schon extremer Fettgriffel.

Einschalter, MicroSD-Slot und USB-Anschluss liegen auf der Geräteunterseite und sind deutlich beschriftet, so dass LeserInnen mit durchschnittlichem Sehvermögen nicht in die Verlegenheit kommen dürften, hier irgendetwas zu verwechseln. Es gibt keine separate Batterieabdeckung, woraus ich schlussfolgere, dass der Akku die Lebenszeit eines E-Book-Readers, die in einer Studie mit drei Jahren angegeben wurde, klaglos mitmacht.

Benutzerfreundlichkeit

Als ich den PB 611 Basic das erste Mal einschalten wollte, legte sich meine Stirn spontan in Falten. Der Einschaltknopf befand sich nicht oben rechts, wo ich ihn vermutete, sondern auf der Geräteunterseite. Ich habe mich schnell an die andere Position gewöhnt, aber die erste Zeit gestaltete sich das Einschalten als lustige Fingerübung.

Sobald der E-Book-Reader eingeschaltet ist, gibt es eigentlich keine Fragen mehr. Die Bedienung ist einfach intuitiv, anders lässt sich das nicht bezeichnen. Ich denke ja, dass PB eine der ausgereiftesten Firmwares für E-Book-Reader anbietet. Saubere Menüs mit verständlichen Bezeichnungen machen das Lesen der Bedienungsanleitung fast überflüssig. Die Vedienung erfolgt komplett mittels eines 4-Wege-Wipptasters, einer zentralen Ok-Taste und zwei Tasten, um die Seiten zu blättern. Der PB 611 Basic lässt sich problemlos mit der rechten oder linken Hand bedienen.

PB 611 Basic: Hauptmenü

PB 611 Basic: Hauptmenü

Standardmäßig ist der E-Book-Reader so konfiguriert, dass LeserInnen nach dem Einschalten dort fortfahren können, wo sie ihr Tun mit dem E-Book-Reader unterbrochen haben. Sei es im zuletzt gelesenen Buch, in einem Verzeichnis oder Hauptmenü. Die Punkte des Hauptmenüs sind selbst erklärend, so dass hier nicht länger darauf eingegangen werden soll.

Lediglich die Registrierung ist ungewöhnlich. Hierunter verbirgt sich die Möglichkeit, das Gerät bei PocketBook zu registrieren und einen Account in PocketBooks E-Book-Store Bookland zu eröffnen. Als Vorteile werden Zugang zu kostenlosen E-Books, Nutzerstatistiken etc. genannt. Die Registrierung erfolgt online auf der Bookland-Seite. Ob der Schritt der Registrierung gegangen wird, sollten LeserInnen für sich selbst entscheiden. Die Accountseite ist noch nicht richtig ausgereift, d.h. Spracheinstellungen werden nicht gespeichert, die Lokalisierung ist noch etwas abenteuerlich und ich fand auch keine Möglichkeit, meinen Account selbst zu löschen.

PB 611: Registrierungsdialog

PB 611: Registrierungsdialog

Bibliothek

PB 611: Bücherregal (Listenansicht)

PB 611: Bücherregal (Listenansicht)

Das digitale Bücherregal präsentiert sich aufgeräumt. In der Regel wird nach Verzeichnissen kategorisiert. Die Bücher selbst können nach Titel (Voreinstellung), Autor, Serie und Erstelldatum sortiert werden. Mehrere Filtermöglichkeiten helfen zudem, den Überblick zu behalten. So ist es beispielsweise möglich, für die Büchernamen Dateiname oder den aus den Metadaten gezogenen Titel anzuzeigen, nur Titel des internen Speichers oder der SD-Karte aufzulisten oder zwischen Listen- und Detailansichten zu wechseln.

Ist die Übersicht wirklich einmal komplett verloren gegangen, bietet die Firmware eine Suchfunktion, mit der LeserInnen ihre Bibliothek nach Titel, Dateiname oder Autor durchstöbern können. Die Suche scheint in Echtzeit zu erfolgen und nicht auf eine Datenbank zurückzugreifen. Eine Suche nach Dateinamen funktioniert immer, die anderen Möglichkeiten setzen voraus, dass die gespeicherten E-Books über alle nötigen Meta-Daten verfügen.

PB 611: Buchsuche

PB 611: Buchsuche

Lesen

Das Lesen selbst gestaltet sich als angenehm unspektakulär, ganz so, wie es sein soll. Die Schriftgröße lässt sich für Adleraugen und Maulwürfe anpassen, Seiten werden zügig umgeschlagen und es sind pro Buch bis zu 30 Lesezeichen erlaubt. Die Augen werden auch nach mehrstündigem Lesen nicht müde. Ein kurzer Druck auf die OK-Taste öffnet ein Schnellmenü, in dem abhängig vom E-Book-Format verschiedene Funktionen aufgerufen werden können. Dazu zählen neben den Lesezeichen die Möglichkeit, ein Inhaltsverzeichnis zu öffnen oder Seiten gezielt anzusteuern. LeserInnen können das Buch verlassen oder Schriftgröße und Maßstab (pdf) ändern. Besonders schön ist, dass das Inhaltsverzeichnis auch Lesezeichen und Notizen auflisten kann.

PB 611: Buch in der Leseansicht

PB 611: Buch in der Leseansicht

PB 611: Schnellmenü

PB 611: Schnellmenü

PB 611: Inhaltsverzeichnis eines Buches

PB 611: Inhaltsverzeichnis eines Buches

Suche, Notizfunktion und Wörterbuch machen Pocketsbooks »kleinen« E-Book-Reader auch interessant für die LeserInnen wissenschaftlicher Papers oder Fachbücher. Wichtige Textstellen können als Grafikdatei in das Notizbuch des Geräts kopiert und so schnell wiedergefunden und aufgerufen werden. Die Suche hilft, bestimmte Wörter im Text aufzuspüren, was vor allem dann super ist, wenn man nicht weiß, ob ein Text die erwartete Relevanz hat und es sich lohnt, zwölf eng beschriebene Seiten durchzuackern.

Das Wörterbuch erweist sich als nützlich, wenn in fremdsprachigen Texten völlig unbekannte Wörter auftauchen, die sich schlecht aus dem Context erschließen oder erraten lassen. Im Text befindliche Fremdwörter werden einfach mit dem Wipptaster angesteuert und übersetzt, sobald der Cursor auf ihnen steht. Ein manuelles mühsames Eintippen ist nicht nötig, aber ebenfalls möglich. Der PB 611 Basic enthält bereits mehrere Abby-Wörterbücher scr0014, die für »normale« Lektüren ausreichen. In Texten, die vor Fachbegriffen nur so strotzen, helfen sie nur bedingt weiter. hier lohnt sich evtl. die Investition in ein ausgefeilteres Werk.

PB 611: Wörterbuch

PB 611: Wörterbuch

Verbindung mit dem Rechner

Wird der PB 611 Basic via USB an den Rechner angeschlossen, fragt er kurz nach, ob der Akku geladen werden soll oder eine Verbindung mit dem Rechner gewünscht wird. Ist Letzteres der Fall, erscheinen ein bis zwei USB-Laufwerke, je nachdem, ob eine SD-Karte im E-Book-Reader steckt oder nicht. Jetzt können frische Bücher, Dokumente und Bilder ganz normal auf den E-Book-Reader übertragen werden.

Auf dem Laufwerk, das den internen Speicher des E-Book-Readers darstellt, befindet sich ein Verzeichnis »system«, in dem die Profilkonfigurationen abgespeichert sind. Hier lassen sich unter anderem Parameter für die Netzwerkverbindung mit Hilfe eines Editors bequem ändern, was vor allem bei langen, aus Zufallszeichen bestehenden WPA-Schlüsseln vorteilhaft ist.

Drahtlos online gehen

Mit Hilfe des integrierten WLAN-Moduls ist es möglich, frische Bücher nachzuladen, ohne den E-Book-Reader mit einem Computer zu verbinden. Die WLAN-Verbindung unterstützt dank wpa_supplicant so gut wie jedes gängige Verschlüsselungsprotokoll, angefangen bei WEP über WPA[2]-PSK bis hin zur Enterprise-Authentifizierung über einen Radius-Server. SSID und Nutzername lassen sich in der Regel noch bequem eingeben, aber spätestens bei WPA-Schlüsseln der Form »Z\wItERLVP\Urv+#sx$2gd!7tGPH5Q2dJxv32BNXbG$H1y8tk/vGckML!mc%3eX« hört der Spaß auf. Die Eingabe wird komplett maskiert, so dass keine Chance besteht, einem Tippfehler auf die Schliche zu kommen. Hier empfiehlt es sich, den PB 611 Basic an einen Rechner anzuschließen und die Datei /system/profiles/default/config/network.cfg direkt zu bearbeiten. Eine aktive WLAN-Verbindung zieht den Akku ratzfatz leer, so dass sie auf jeden Fall auf Reisen deaktiviert werden sollte, auf denen kein Netzteil greifbar ist.

PB 611: WLAN-Konfiguration

PB 611: WLAN-Konfiguration

E-Book-Store Bookland

Ist die WLAN-Verbindung einmal hergestellt, ist es prinzipiell möglich, im Bookland-Store oder anderen E-Book-Stores neue elektronische Bücher zu kaufen. Es ist möglich, aber nicht sehr vergnüglich. Um zu neuer Literatur zu kommen, kann entweder der Punkt Bookland in der Bibliothek angewählt werden oder ein entsprechender Online-Shop im Browser (unter dem Nemüpunkt Anwendungen) aufgerufen werden. Im Bookland scheitern Anwender am fehlenden “@”, wenn sie in den Einstellungen nur das deutsche Tastaturlayout eingestellt haben. Hier sollte auf jeden Fall auch ein Alternativ-Layout konfiguriert werden, in dem anstelle der Umlaute andere Sonderzeichen mit dem @ vorkommen, etwa Englisch oder Russisch. Letztere helfen auch, wenn im Passwort nicht nur alphanumerische Zeichen vorkommen.

PB 611: Login im E-Book-Store Bookland

PB 611: Login im E-Book-Store Bookland

Der Einkauf im Bookland selbst hat noch Verbesserungspotential. Zum einen könnten Nutzereinstellungen wie die E-Mail-Adresse für diesen einen, direkt aus dem Menu zugänglichen E-Book-Store gespeichert werden. Zum anderen könnte der Shop Seite für den Einkauf mit dem E-Book-Reader optimiert werden, sprich der Link zum Angebot (nach dem Login ist das das Bookland-Logo) weiter nach vorn, die Sprache des Nutzers speichern oder darauf zu verzichten, das Angebot auf mehreren HTML-Seiten zu verteilen.

PB 611: Shooping im Bookland

PB 611: Shooping im Bookland

Bei interessanten im Angebot befindlichen Titeln könnte auch auf einige Navigationselemente der Webseite verzichtet werden, um den Kauf zu vereinfachen. Neue Bücher mit Hilfe eines anderen Gerätes zu erwerben und via USB auf den PB 611 überspielen ist um ein vielfaches bequemer, als den E-Book-Reader als Einkaufsgerät zu nutzen.

PB 611: Buchkauf im Bookland

PB 611: Buchkauf im Bookland

Adobe Digital Editions

DRM-geschützte Bücher ohne MS Windows oder Mac OS X auf den PB 611 zu bekommen, ist eine Krux, da der E-Book-Reader in dem Programm registriert werden muss. Das Problem ist sicher nicht auf Pocket-Book beschränkt, da fast alle deutschen Verlage mit dem DRM-Schrott hantieren und leider leider keine legalen Alternativen zu ADE unter freien Betriebssystemen gibt. Unter Linux lässt sich das tolle ADE sogar nur über Verbiegungen herunterladen, weil die Freunde der Nacht bei Adobe der Meinung sind, dass das System nicht den minimalen System-Anforderungen entspreche. Das birgt schon eine gewisse Perversion in sich, so dass ich mich lieber an Uni-Bibliotheken und ausländische Content-Anbieter wie Packt Publishing halte.

Besonderheiten

PocketBook hat seit Jahren eine selbst entwickelte Firmware, die mit vielen kleinen Besonderheiten punkten kann. Andere Hersteller scheinen fleißig zu kopieren, was solche Schmankerl wie Wörterbücher oder Spiele angeht. An Spielen hat der PB 611 Basic gleich ganze ganze Reihe zu bieten. Mit dabei sind beispielsweise Schach, das Kartenpiel Klondike (Patience), Snake oder Sudoku. Zudem gibt es einen Kalender, einen Taschenrechner, einen Webbrowser und einen RSS-Feed-Reader, mit dem LeserInnen sich aktuelle Nachrichten ausgewählter Webseiten auf den E-Book-Reader holen können.

PB 611: Kalender

PB 611: Kalender

PB 611: Feed-Reader

PB 611: Feed-Reader

PB 611: Webbrowser

PB 611: Webbrowser

PocketBook hat seiner Firmware weitere Funktionalitäten verpasst, die bei anderen Herstellern nicht zu finden sind. Eine davon ist die Möglichkeit, fast alle Tasten mit individuellen Funktionen zu belegen. Eine andere sind die Benutzerprofile, die den E-Book-Reader zum Lesegerät für die ganze Familie machen. In einem Profil lassen sich beispielsweise eigene Spracheinstellungen, Tastaturbelegungen, Tastenkonfigurationen, Wlan-Verbindungen und die zuletzt gelesenen Bücher speichern. Bei anderen E-Book-Readern auch nicht unbedingt vorhanden ist die Screenshotfunktion, die den Bildschirminhalt einfach als bmp-Datei im Speicher ablegt.

PB 611: individuelle Tastenkonfiguration

PB 611: individuelle Tastenkonfiguration

PB 611: Benutzerprofile

PB 611: Benutzerprofile

PocketBooks Firmware basiert auf Linux und ist dementsprechend offen, so dass im Prinzip jeder Änderungen vornehmen kann. Für andere E-Book-Reader der Firma werden Firmware-Updates und weitere Anwendungen im Internet angeboten, beim PB 611 Basic ist ähnliches zu erwarten. Das Gerät ist wahrscheinlich noch nicht lang genug auf dem Markt, so dass momentan noch keine Updates oder Zubehörprogramme erhältlich sind. Der E-Book-Reader schaut selbstständig nach neuen Firmware-Updates, sobald eine Wlan-Verbindung hergestellt wurde.

Fazit

Der PocketBook 611 Basic ist ein feiner E-Book-Reader mit einer ausgezeichneten Firmware. Selbst unerfahrene LeserInnen dürften keine Probleme haben, das Gerät in Betrieb zu nehmen. Dass PocketBook Vizplex-Displays anstelle der neueren Pearl-Displays verbaut, dürfte nur Korinthenkacker stören. Ich kam nie in die Verlegenheit, das geschriebene Wort aufgrund schwieriger Kontraste zu entziffern. Sollten derartige Probleme auftreten, ist deren Grund eher in der mangelnden Qualität des E-Books zu suchen als beim Display.

Als Kritikpunkte würde ich den angebundenen E-Book-Store Bookland und die teilweise mangelhafte Bedienungsanleitung nennen. Was beim E-Book-Store besser gemacht werden kann, zeigt die internationale Konkurrenz. Hier sollte PocketBook auf keinen Fall zu Negativbeispielen wie Bücher.de schielen, sondern ruhig ein paar Usability-Experten befragen. Die Bedienungsanleitung ist zwar verständlich, enthält aber Patzer, die der sonstigen Qualität des Gerätes nicht gerecht werden. Das »ß« durch Kombinationen wie »fs« zu ersetzen, oder Sätze wie »Vermeiden Sie Druck von mehr als 1 N (Newton) auf den Bildschirm« sind einfach nicht schön. PocketBook sollte hier bedenken, dass die meisten Deutschen nicht die naturwissenschaftliche Ausbildung der Ukraine genossen haben und dementsprechend wenig mit solch einem Wert anfangen können.

Sieht man von diesen Kritikpunkten ab, ist es einfach eine Freude, mit dem PB 611 elektronische Bücher und Dokumente zu lesen. Bücher werden flugs geöffnet, Seiten zügig umgeschlagen und mein Test in der Blutspendezentrale hat gezeigt, dass die Bedienung sowohl links- als auch rechtshändig problemlos möglich ist. Während der drei Testwochen, acht gelesenen Bücher und vielen Dokumenten hatte ich keinen einzigen Systemausfall erlebt. Wer sich einen einfachen, aber gut durchdachten E-Book-Reader ohne Schnickschnack zulegen möchte, sollte auf jeden Fall PocketBooks PB 611 Basic in seine Betrachtungen einbeziehen.

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